Kanada West - 5.Tag

Clinton - ein kleiner verschlafener Ort am Highway

108 Miles House

Heute sind wir bereits früh los, erster Halt war Clinton, wahrhaftig ein kleiner verschlafener Ort, hier schien die Zeit einfach Halt gemacht zu haben. Alte Häuser erinnern an vergangene Tage. Nächster Stopp war das Naturdenkmal mit dem Chasm Felsen und gleichnamiger Schlucht. Verwunderlich das es in den Reiseführern nicht erwähnt ist, auch die Ausschilderung nicht besonders gut. Dabei ist es eigentlich eines der Highlights auf der Strecke. Man fährt oberhalb eines Canyons auf ein Plateau und hat von hier aus einen herrlichen Blick auf den rotfarbenen Felsen des Canyons. Wir machten eine kurze Wanderung entlang des Canyonrandes und genossen die Stille. Immerhin hatten sich außer uns nur ein amerikanisches Ehepaar hierher verirrt.

Mittags kamen wir zum 108 Miles House, eine Art kostenloses Freilichtmuseum. Zahlreiche Gebäude wurden aus der Region zusammengetragen, und hier war ehemals eine Raststation der Cariboo Road mit Postamt, Hotel, Laden, usw... - sodaß all diese historischen Gebäude aus der Zeit des Goldrausches noch besichtigt werden können. Nebenan befindet sich auch ein herrlicher Picknickplatz mit Blick auf den See, sodaß auch wir hier Mittagspause machten.


Fischen bem Lac La Hache. Der Privatcampground Chrystal Springs ist der Tipp am See. Der schön gelegene Campground wird von einem schweizer Ehepaar geführt, welche erst vor ein paar Jahren ausgewandert sind.

Danach ging es weiter zum Lac La Hache See, und wir campten beim Privatplatz Chrystal Springs Resort unterhalb des Lac La Hache Provincal Park. Dieser Campground war ein Traum, große Plätze und direkter Seezugang waren vorhanden. Ursprünglich wollten wir beim Provincal Park campen, als wir aber den Privatplatz entdeckten, war uns die Wahl gleich bewusst. Der Privatplatz wird von einem Schweizer Ehepaar betrieben, die vor 2 Jahren hierher ausgewandert sind. Die Geschichte ist rührend und typisch für die Auswanderer. Die beiden hatten einen Baumarkt in der Schweiz und waren immer Kanadafans, zudem war die Schwester schon einige Jahre zuvor nach Kanada ausgewandert. So kamen Sie immer öfter nach B.C., und suchten immer nach dem idealen Gebiet. Und vor 2 Jahren dann war der Entschluss gefasst und Sie sind hierher ausgewandert. Kein Wunder, die Bilder sprechen für sich, wäre würde nicht das Gleiche machen wollen. Wir hatten direkt vor dem Camper einen Bootssteg, und so wurde die Angelrute ausgepackt. Das Angelglück war nicht groß, das Naturerlebniss aber umso mehr. Wie auch immer, abends wurde gegrillt und es schmeckte wieder einmal herrlich.

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